… kommen aus sehr unterschiedlichen Grundberufen, sie sind Psychologen, Architekten, Juristen, Sachverständige, Mediziner u.v.m, und habe in diesen Berufen langjährige Erfahrung.
… haben zusätzlich zu den Kenntnissen in ihrem Grundberuf eine solide Mediationsausbildung. Hierzu an anderer Stelle mehr.
… sind zutiefst davon überzeugt, dass Probleme und Konflikte im Dialog wesentlich besser bearbeitet werden können und gelöst werden, als in konfrontativen Verfahren.
Auf diesen Grundlagen arbeiten sie neutral und allparteilich, sie bieten einen strukturierten Rahmen für die Verhandlungen, hören allen Beteiligten gleichermaßen zu, stellen die richtigen Fragen, glätten die Wogen, ermöglichen Perspektivwechsel. Sie steuern die Mediationsverfahren so, dass die Beteiligten zu Lösungen finden, an die sie vorher nicht denken konnten.
Mediatorinnen und Mediatoren achten auf die Einhaltung der Grundregeln der Kommunikation, entlasten und unterstützen so die Teilnehmer auf dem Weg zu einer eigenverantwortlichen Lösung ihrer Konflikte.
Das klingt relativ einfach. In der konkreten Situation kann es allerdings auch sehr anspruchsvoll werden.
Stellen Sie sich vor: Um den Tisch im Besprechungsraum sitzen ein halbes Dutzend Menschen, die alle angespannt sind, für die es um sehr viel geht. Die wütend sind auf die jeweils anderen Teilnehmer der Mediation. Die Angst haben – um ihren Job, um die Firma, um den Erfolg des Projektes – und damit immer auch um recht viel Geld. Diese Menschen haben sich vielleicht schon monatelang gestritten, böse E-Mails geschrieben, Anwälte eingeschaltet …
Und irgendwann hat einer von ihnen verstanden, dass es so nicht weitergeht, dass jede weitere Eskalation für alle Beteiligten nur böse enden kann.
Dieser Mensch hat eine Mediation vorgeschlagen. Es wurde über diesen Vorschlag diskutiert und endlich waren die Streitenden alle einverstanden. Gemeinsam haben sie den Mediator oder die Mediatorin oder das Mediationsteam ausgesucht und beauftragt. Und dann sitzen sie um den Tisch. Extrem angespannt, gut „bewaffnet“ und bereit, zu kämpfen.
Wir sollten nicht denken, dass mit der Entscheidung für eine Mediation schon Ruhe eingekehrt ist. Dass die Medianten bereits auf eine friedliche Verhandlung und eine für alle passende Lösung eingestimmt sind. Das wollen sie – einerseits. Andererseits sind sie immer noch im Kampfmodus.
In dieser Situation ist die Anspannung auch bei erfahrenen Mediatoren hoch. Sie sind zwar bestens vorbereitet, sie wissen viel über die Menschen und darüber, wie sie diese durch den Mediationsprozess führen können. Aber es kann so viel geschehen – wirklich voraussehen oder gar planen lässt sich das nicht.
Was gute Mediatoren immer brauchen – neben allem Fachwissen, aller Erfahrung und einer guten Vorbereitung – sind die menschlichen Eigenschaften, die es ihnen erlauben, solche Situationen zu meistern und einen guten Job zu machen.
Geduld – Humor – Empathie – Präzision – Selbstreflektion – Standfestigkeit – Zuhören – Kreativität – …











