In meiner Berufstätigkeit habe ich mehrere 1000 kleine und große Projekte begleitet – die alle für die Beteiligten von großer Bedeutung waren. Hier kann ich nur einen kleinen Einblick geben, persönlich berichte ich Ihnen gerne mehr.

Praxis-Planungsmediation

Drei Beispiele aus meiner Praxis

Projekt 1

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Das wäre beinahe schief gegangen
 
Nach dem Krieg war beim Wiederaufbau eines teilweise zerstörten Gebäudes in historischer Umgebung ein dreigeschossiger Anbau errichtet worden – ohne Genehmigung. Über 50 Jahre später sollte das Gesamtgebäude saniert werden, dabei sollten einzelne Räume im Hinterhaus zu einer Wohnung zusammengelegt werden. 
 
Die Bauaufsichtsbehörde stellte bei der Prüfung des Bauantrages fest, dass für den Anbau keine Genehmigung vorlag und verweigerte nicht nur die Genehmigung des Umbaus, sie drohte auch mit einer Beseitigungsverfügung. Für die Behörde gab es wenig Spielraum nach aktuellem Recht war eine Genehmigung nicht möglich.
 
Der einzige Ausweg: die Zustimmung der Eigentümer beider Nachbargebäude zum Erhalt des Hinterhauses und seiner Sanierung.
 
In vielen Fällen habe ich gelernt: Es hilft keinem, die Dinge schön zu reden. Wenn die Lage schwierig ist, dann müssen das die Beteiligten wissen. Wichtig ist dabei, die Lage so zu erklären, dass auch ein Laie (Bauherr) verstehen kann, weshalb es so ist wie es ist und wo genau die Probleme liegen.
 
Nach einigen Diskussionen war das weitere Vorgehen klar: Gespräche mit den Nachbarn. Der eine hat sofort zugestimmt, die Andere war zuerst ungehalten über die Kontaktaufnahme, aber als der Architekt sie mit einem Strauß Blumen besucht und alles in Ruhe erklärt hat, da gab auch sie ihre Zustimmung.

Projekt 2

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Gemeinsam planen und entscheiden im Großprojekt

Im Stadtzentrum einer Großstadt wurde ein kommunales Kulturzentrum geplant, Investitionssumme ca. 35 Mio. Als die Baustelle im Erdgeschoss angekommen war und wichtige Entscheidungen über die Detaillierung der weiteren Ausbauplanung fallen mussten, kam es zwischen den Projektpartnern immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen. Entscheidungen wurden nicht getroffen, das Projekt drohte zeitlich und wirtschaftlich aus dem Ruder zu laufen. Die Interessen gingen zu weit auseinander. Im Rahmen der normalen Projektbearbeitung waren die Differenzen nicht zu überbrücken, deshalb wurden wir zur Unterstützung gerufen.
Schon die ersten Einzelgesprächen halfen, die verhärteten Fronten aufzubrechen und die Sichtweisen der jeweils Anderen besser zu verstehen.

Im nächsten Schritt fanden mehrere ein- und mehrtägige Workshops statt, bei denen immer konkreter an den Problemen gearbeitet wurde. Wir Mediatoren gaben dabei die Struktur vor und organisierten den Ablauf der Arbeit. Die Ergebnisse waren tragfähig, sie konnten im weiteren Projektverlauf umgesetzt und weiterentwickelt werden. Das Bauvorhaben wurde pünktlich fertiggestellt und auch der Kostenrahmen war eingehalten.

Seminar

Praxis-Seminar

Kommunikation und Mediation beim Planen und Bauen
2-Tages Seminar

„Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es selbst zu entdecken.“ (Galileo Galilei)

Meine Seminare sind grundsätzlich interaktiv und immer Präsenzveranstaltungen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind die Experten in ihren jeweiligen Fachgebieten, sie haben Erfahrung und sie bringen Fragen mit. Auf diese Fragen gehe ich intensiv ein.
Dies erfordert Flexibilität in der Gestaltung des Ablaufs und auch die Bereitschaft, neue Schwerpunkte zu setzen, wenn dies im Sinne der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist.
Input zur Theorie von Kommunikation und Kooperation wechseln sich ab mit Gruppenarbeit und Rollenspielen.

Die einzelnen Aspekte werden anhand konkreter Fälle der Teilnehmer vertieft.

Tag 1

Begrüßung und Kennenlernen
Erfahrungsaustausch: Die Themen und Fragen der Teilnehmer

Grundlagen der Kommunikation

  • „Schnelles Denken, langsames Denken“ – Verstand und Emotionen
  • Grundlagen der Kommunikation:
  • Gesagt-gehört-verstanden …
  • Die vier Seiten einer Nachricht
  • Gewaltfreie Kommunikation
  • Face to Face, E-Mail, Telefon, Zoom & Co
  • Die Frage als Kommunikationstool
  • Zuhören und sich einlassen


Techniken zur Kommunikation in Gruppen:

  • Visualisieren
  • Konsensieren
  • Talking-Stick


Tag 2

Grundlagen der Zusammenarbeit

  • Vertiefung Emotionen
  • Motivation und Leitwerte
  • Probleme und Krise


Zusammenarbeit im Team

  • Teamentwicklung
  • Rollen im Team
  • Verschiedene Player – verschiedene Interessen
  • Projektbeteiligte – Projektbetroffene


Mediation

  • Problemlösung, Konfliktvermeidung, Konfliktlösung
  • Zuhören, Respektieren, Suspendieren,
  • Artikulieren
    Neutralität und Allparteilichkeit
  • Verantwortung und Eigenverantwortung
  • Vorgehen bei der Konfliktanalyse
  • Was tun, wenn …?

Susanne Seidel
planungsmediation
Naumburger Str. 38 A
04229 Leipzig

Telefon: 0170 29 14 360
susanne-seidel@planungsmediation.de